Yoga hier und heute.

Yoga heute.

Yoga tut gut.
Yoga schafft Ausgleich.
Yoga entspannt und baut auf.
Yoga?

Wie kann Yoga heute gedacht, erlebt und praktiziert werden?

Auf der Suche nach einer zeitgemäßen Form der persönlichen Entwicklung, verbunden mit dem Wunsch nach tieferen Erkenntnissen in Bezug auf das eigene Leben, kann der Yoga, wie er hier verstanden wird, eine ganz neue Art des Zugangs zu einer zeitgemäßen Form dieser alten Tradition ermöglichen.

Yoga kann als Weg der persönlichen Entwicklung gesehen werden, wenn wir etwas weiter denken als nur an den Nutzen, der uns aus der Übungspraxis entstehen kann. In jedem Menschen ruhen Entwicklungsmöglichkeiten, die er ganz eigenständig ergreifen kann.

In alten Zeiten war Yoga ein Weg der Rückbindung an die kosmischen Ursprünge.

Den Übungen liegen daher Erkenntnisse zugrunde, die über das individuelle und körperliche Dasein hinaus auf geistige Zusammenhänge verweisen, in denen wir uns als Menschen bewegen. Die Vorstellungen dieser durchaus geistigen Ebene sind uns heutzutage nicht mehr so leicht zugänglich.

Wir benötigen daher heute zeitgemäße Formen für Wege, die den Menschen in der Entwicklung eines tieferen und dennoch konkreten Bewusstseins fördern. Wir sind gefordert, uns bewusstseinsmäßig zu orientieren, da wir sehr stark von äußeren Einflüssen und Sinnesreizen vereinnahmt werden, aber auch durch zunehmende Automatisierung, Standardisierung und Digitalisierung von Abläufen in unserer Individualität eingeschränkt sind.

Wir benötigen neue Ansätze, wie das Bewusstsein überhaupt eigenständig begriffen werden kann und sich die inneren Sinne wieder stärken. Eine innere aktive Regsamkeit muss vielfach erst wieder geschaffen werden und gleichzeitig leben wir in einer Zeit, in der dies freiheitlich möglich ist.

In den Übungen können wir zunächst unsere Empfindungen anhand von klar geführten Gedanken ganz neu entwickeln und dadurch zunehmend wachsamer und freier die Bewegungen gestalten.

Die darin liegende Bedeutung sehe ich in einem eigenständigeren, wachsameren und freieren Umgang mit dem Leben allgemein. Yoga ist somit nicht in erster Linie ein Weg in mein Inneres, sondern vielmehr aus mir heraus ein Weg, der den Sinn für Ästhetik in einen sozialen Zusammenhang der Menschlichkeit, und damit auch in einen seelisch-geistigen Zusammenhang führt.

Eine Bewegung hin zur Erde und eine in den weiten Raum des Kosmos.

Hier können beispielhaft zwei wesentliche Bewegungsrichtungen beschrieben werden, die das menschliche Bewusstsein einnehmen kann: Eine Bewegung hin zur Erde und eine in den weiten Raum des Kosmos.

Die Schale symbolisiert den Weg zur Welt, die Offenheit für die irdischen Gegebenheiten, das Zugehen auf die Mitmenschen, gleichzeitig besteht jedoch auch die Möglichkeit, sich höheren Idealen und Vorstellungen zuzuwenden, die einer seelisch- geistigen Realität entsprechen, und diese ins Leben zu integrieren- dies ist durch den aufstrebenden Bogen dargestellt.

Wir bewegen uns in einem Spannungsfeld: Wie können wir gut im Leben stehen und dabei gleichzeitig den Fragen nach unserer nicht materiellen Natur nachgehen?