Yoga als Weg

Der Yoga kann als Weg der persönlichen Entwicklung gesehen werden, wenn wir etwas weiter denken als nur an den Nutzen, der uns aus der Übungspraxis entstehen kann. In jedem Menschen ruhen Entwicklungsmöglichkeiten, die er ganz eigenständig ergreifen kann.
Eine aktive Auseinandersetzung mit Gedanken und Inhalten setzt den Wunsch nach kreativer Lebensgestaltung voraus. Damit ist jedoch mehr als nur unser persönliches Dasein gemeint: Als Menschen stehen wir nicht isoliert, wir bewegen uns stets in unterschiedlichsten sozialen Zusammenhängen, im Kontext von Zeit und Raum. In einer immer komplexer und anspruchsvoller werdenden Gegenwart, stellen sich nicht selten auch die Fragen nach Ursprung und Ziel.

Yoga war in alten Zeiten ein Weg der Rückbindung an die kosmischen Ursprünge.
Den Übungen liegen daher Erkenntnisse zugrunde, die über das individuelle und körperliche Dasein hinaus auf Zusammenhänge verweisen, in denen wir uns als Menschen bewegen. Die Vorstellungen dieser durchaus geistigen Ebene sind uns heutzutage nicht mehr so leicht zugänglich. Wir benötigen eine zeitgemäße Form dieses Weges, der den Menschen in der Entwicklung eines tieferen Bewusstseins fördert. So können wir anhand der Übungen zunächst unsere Empfindungen anhand von klar geführten Gedanken schulen und dadurch zunehmend wachsamer und freier unser Leben gestalten.

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Hier können beispielhaft zwei wesentliche Bewegungsrichtungen beschrieben werden, die das menschliche Bewusstsein einnehmen kann: Eine Bewegung hin zur Erde und eine in den weiten Raum des Kosmos.

Die Schale symbolisiert den Weg zur Welt, das sich Öffnen für die irdischen Gegebenheiten, das Zugehen auf die Mitmenschen, gleichzeitig besteht jedoch auch die Möglichkeit, sich höheren Idealen und Vorstellungen zuzuwenden, die einer seelisch- geistigen Realität entsprechen, und diese ins Leben zu integrieren- dies sei durch den aufstrebenden Bogen dargestellt.

Wir bewegen uns in einem Spannungsfeld:
Wie können wir gut im Leben stehen und dabei gleichzeitig den Fragen nach unserer nicht materiellen Natur nachgehen?

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In der asana „Halbmond- anjaneyasana“ orientiert sich der Übende einerseits mit einer weichen Bewegung durch die zentrierte Beindynamik Richtung Boden, gleichzeitig wird der Oberkörper frei für die formende Bewegung der Rückbeuge.

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